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ANGEBOTE . ORTE

Lindenau-Museum Altenburg

Basierend auf der Freundschaft zwischen dem Dresdner Künstler Conrad Felixmüller und Hanns-Conon von der Gabelentz, dem ersten Direktor des Lindenau-Museums nach dem 2. Weltkrieg, gehört die Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Schwerpunkten der Museumsarbeit. Von Conrad Felixmüller, einem der wichtigsten Vertreter der so genannten zweiten expressionistischen Generation, besitzt das Lindenau-Museum größere Kollektionen von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphiken - darunter die großartigen Künstlerportraits von Pamela Wedekind und Rauol Hausmann.

Ein weiterer besonderer Schwerpunkt beruht in dem Fundus von mehr als 8000 Blättern der zwischen 1903/04 und 1932 editierten deutschen druckgraphischen Mappenwerke, illustrierten Büchern sowie Zeitschriften mit Originalgraphik. Zu den Kostbarkeiten zählen dabei die vier in der Zeit von 1922 bis 1924 erschienenen "Bauhaus-Drucke. Neue europäische Graphik". Darüber hinaus nehmen Einzelmappen von bedeutenden Künstlern jener kulturhistorisch so ereignisreichen Jahre wie beispielsweise Lyonel Feininger, Oskar Kokoschka, Hermann Max Pechstein oder Otto Dix eine wichtige Position ein.

 

Öffnungszeiten:

Di-Fr 12.00 - 18.00 Uhr

Sa7So/Fei 10.00-18.00 Uhr

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Kunstsammlung - Gera

Die Kunstsammlung Gera, bestehend aus dem Otto Dix Haus und der Orangerie, bietet Raum für zahlreiche Ausstellungen, Malerein und Plastiken. So befindet sich im Dix Haus eines der bedeutendsten Werke Dix', der Heilige Christophorus. Die Orangerie wurde nach Plänen des Landesbaumeisters Gottfried Heinrich Krohne von 1729-1732 als halbkreisförmige Barockanlage im Geraer Küchengarten erbaut.

 

Öffnungszeiten:
Di - So/Feiertag 11-18 Uhr

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Museum für angewandte Kunst - Gera

Das Museum für angewandte Kunst umfasst eine Sammlung und Präsentation von Kunsthandwerk, Fotografie, Gebrauchsgrafik und Design. Kunsthistorisch wertvollster Teil der Sammlung sind Baushauskeramiken, die zusammen mit dem Bestand an deutschen und internationalen déco seit dem Jahr 2002 in der ständigen Ausstellung "Art déco & Funktionalismus - Angewandte Kunst zwischen den Weltkriegen" zu sehen sind.

 

Öffnungszeiten:
Di -So/Feiertag 11-18 Uhr

 

 

Stadtmuseum - Gera

Das Stadtmuseum verfügt heute über eine der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Sammlungen in Thüringen. Hervorzuheben sind neben den Beständen zur Reußischen Landesgeschichte auch die Zeugnisse zur Geraer Textilgeschichte, Zinn und Porzellan örtlicher Produktion sowie umfangreiche Foto- und Grafiksammlungen. Zu den aktuellen Sammlungsschwerpunkten zählt u.a. die Industriegeschichte des Stadt.

 

Öffnungszeiten:
Di-So/Feiertag 11-18 Uhr

 

 

Haus Schulenburg - Gera

Haus Schulenburg ist heute die wahrscheinlich einzig komplett erhaltene Jugenstilvilla des belgischen Architekten Henry van de Velde (erbaut 1913). Die Fabrikantenvilla beherbergt ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für ca. 60 Personen, ein Privatmuseum mit der weltweit zweitgrößten Sammlung von Buchgestaltungen Henry van de Veldes, Pläne, Textilien und Möbel des Künstlers sowie eine Cafeteria.

 

Öffnungszeiten:

Mo - Fr 10 bis 16 Uhr

Sa/So   14 bis 18 Uhr

 

andere Öffnungszeiten nach Absprache

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Schlossmuseum - Gotha

Das Schlossmuseum befindet sich auf der größten frühbarocken Schlossanlage Deutschlands, dem Schloss Friedenstein in Gotha.
Es bewahrt Kunst- und Kulturobjekte von der Antike bis in die Neuzeit, u.a. Gemälde von Cranach, niederländischer und flämischer Meister und das berühmte "Gothaer Liebespaar" von 1484.

 

Hannah Höch- Kabinett im Schlossmuseum

Die bedeutende deutsche Dadaistin, die in Gotha geboren wurde, ist ständig mit einer Jahresausstellung präsent. Gemeinsam mit ihrem Partner Raoul Hansmann entwickelte sie die Fotomontage als urdadaistische Technik. Wechselnde Ausstellungen zeigen einige ihrer herausragenden Arbeiten.

 

Öffnungszeiten Schlossmuseum:
Di-So, 10-17 Uhr (April - Oktober)
Di-So, 10-16 Uhr (November - März)

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Bruno Tamme - Gotha

Der Architekt Bruno Tamme, dessen Wirken für die Stadt besonders in den 20iger Jahren von Bedeutung war, hat mit seinen Entwürfen zweifellos ein Stück Stadtgeschichte mitgeschrieben. 

Der in Gotha geborene Tamme erlernte zunächst den Beruf des Zimmerers. 1899 ging er an die Gothaer Baugewerbeschule, die sich damals noch im Gebäude des Augustinerklosters befand. 1903 verließ er diese, um anschließend in München ein Hochschulstudium zu absolvieren. Nach dessen Beendigung kehrte er in seine Heimatstadt zurück und war hier von 1913 an als freier Architekt tätig. Neben Gotha war der Architekt Tamme vor allem im Ruhrgebiet tätig, wo er hauptsächlich Industriegebäude projektierte. 

Eines der ersten von ihm entworfenen Gebäude in Gotha war das am Hauptmarkt Nr. 6/7 Ecke Hünersdorfstraße, das während des ersten Weltkrieges erbaut wurde. 1926 projektierte er das Dr.-Scheffler-Haus in der Waltershäuser Straße, den älteren Gothaern ist es als das "Blaue Wunder" bekannt. Als 1926 die Gothaer Eisenbahnerbaugenossenschaft die Wohnsiedlung "Am schmalen Rain" durch den Architekten Richard Neuland planen ließ, erarbeitete Tamme den Entwurf für den Bauabschnitt rund um den Geschwister-Scholl-Platz. Im Jahre 1928 wurde er von der jüdischen Firma "Conitzer und Söhne" beauftragt, einen Entwurf für ein Kaufhaus in Gothas Innenstadt zu erarbeiten. Er schuf ein sehr modernes, der Bauhaustradition entsprechendes Gebäude in der Erfurter Straße. Es ist das heutige Kaufhaus "Joh". Zur damaligen Zeit stand es jedoch im starken Kontrast zur bisher in der Residenzstadt gewohnten Bauweise und fand zahlreiche Gegner. Inzwischen ist es zu einem Denkmal der modernen Architektur geworden. 

Im Jahre 1944 wird seine Karriere von einem schicksalhaften Unglück überschattet. Bei einem Bombenangriff am 10. November 1944 verliert er seine Frau und seine 2 Töchter, die sich während des Angriffs in ihrem Wohnhaus in der Friedrich-Jacobs-Straße Nr. 2 aufhielten. Eines seiner letzten Projekte, das eine komplexe Umgestaltung des Gothaer Hauptfriedhofes vorsah, ist aus Kostengründen leider nicht zur Realisierung gekommen. 1964 verstirbt der einst gefeierte Stararchitekt verarmt in seiner Wohnung in der Gotthardstraße 1, nachdem er in seinen letzten Lebensjahren ganz auf die Hilfe seiner Schwester angewiesen war. Er wurde in einem Familiengrab beigesetzt, ohne das sein Name auf dem Grabstein erwähnt wird.

 

 

Haus des Volkes - Probstzella

Der Architekt Alfred Arndt, der spätere "Bauhaus-Meister der Ausbauwerkstatt" (1929-1931), wurde 1925 als Bauhaus-Student von Walter Gropius freigestellt, um eines der bedeutendsten Bauhaus-Ensembles Thüringens zu errichten und komplett im Sinne des Bauhauses auszustatten: Das "Haus des Volkes" in Probstzella im Thüringer Wald, 70 Kilometer südlich von Weimar.

 

Heute ist das "Haus des Volkes", das im Sperrgebiet an der ehemaligen DDR-Grenze überdauert hat, aus dem "Dornröschenschlaf" erwacht. Das Bauhaus-Ensemble wurde in den letzten Jahren vorbildlich rekonstruiert (einschließlich der Farbgestaltung der Innenräume und der Bauhaus-Möbel) und mit dem "Deutschen Fassadenpreis" ausgezeichnet. Im Bauhaus-Hotel ist der Bauhaus-Geist im Kulturzentrum bzw. im "Blauen Saal" oder auf der "Arndtschen-Terasse" zu spüren.

 

 

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